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15.02.2016

Frieren Sie sich den Hintern ab, um Fett zu verbrennen

Eine durch Kälte ausgelöste Wärmebildung erfordert keinen Frost, um eine Entkopplung im braunen oder beigem Fett sowie im Skelettmuskel zu verursachen.

Frieren Sie sich den Hintern ab, um Fett zu verbrennen
Bildquelle: Sportrevue
Entschuldigen Sie bitte die etwas freche Überschrift. Allzu oft wird ein vulgärer Ausdruck benutzt, um auf einen nichtssagenden und schlecht geschriebenen Artikel aufmerksam zu machen. Stattdessen finden Sie hier jedoch ein überzeugendes Argument zur Unterstützung einer infachen, aber effektiven Veränderung, um die Fettverbrennung zu fördern. Das kostet Sie weder Zeit noch Geld, sondern geschieht mühelos und spart Ihnen vielleicht noch etwas Bares. Tatsächlich könnten dadurch globale Ressourcen gespart und die Erderwärmung verringert werden...

Die Thermogenese (Wärmebildung) soll dazu dienen, den Fettverlust durch eine erhöhte Verbrennung der Gesamtkalorien zu fördern und zu steigern, um Wärme statt ATP (zelluläre Energie) zu erzeugen. Das ähnelt einem Häuslebauer, der Bauholz zur Wärmegewinnung verbrennt, statt damit sein Haus zu gestalten – Verschwendung von überschüssigem Material, das entsorgt wird. Tatsächlich leitet sich das Wort „Kalorie“ von der Energie ab, die erforderlich ist, um ein Gramm Wasser auf ein Grad Celsius zu erwärmen. Es ist ein Maß für Wärme in seiner reinsten Form. Englischsprachige Chemiker verwenden das kleine „c“ (dt. cal), um sich auf ein Gramm Wasser zu beziehen, und benutzen das große „C“ (dt. kcal), um ein Kilo (oder einen Liter) Wasser zu bezeichnen, das erhitzt wird. Ernährungswissenschaftler und unsere Autoren beziehen sich stets auf Kilokalorien, auch wenn sie Kalorien schreiben.

Wärmebildende Arzneimittel und Präparate wirken dadurch, indem sie den Körper dazu zwingen, Wärme zweckwidrig zu erzeugen. Das ist wie mit einem Teenager, der an der roten Ampel seinen Motor im Stand hochdreht – das mag ihm einen Nervenkitzel geben, ist aber nur verschwendetes Benzin. In ähnlicher Weise wurden die meisten wärmebildenden Mittel auf beta-adrenergen Substanzen aufgebaut, die mit den gleichen Rezeptoren interagieren wie Adrenalin. Diese werden manchmal als Stimulanzien bezeichnet, da viele auch für einen „Schwips“ sorgen – vor allem, wenn sie mit einem Mittel aus der Klasse der Amphetamine verunreinigt werden. Diese vorgeblichen Supplemente werden schnell zu Bestsellern, doch sind solche verfälschten Präparate illegal und können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Überlegen Sie jetzt mal: Diese Präparate fördern den Fettverlust, indem sie dem Körper signalisieren, dass er seine Kerntemperatur anheben muss. Das chemische Signal wird willkürlich durch den Körper gesendet, und nicht etwa zu bestimmten Geweben, da die „Sensoren“ nichts Verkehrtes an der Umwelt festgestellt haben. Wenn es nicht kalt ist, wird Ihr Gehirn Ihnen nicht sagen, dass Sie kostbare Kalorien verschwenden sollen (unser Körper ist darauf angelegt, Energiereserven zu speichern, nicht zu verschwenden). Das wärmebildende Stimulans bindet sich also an jedes Gewebe, das die richtigen Rezeptoren hat, und signalisiert auch andere Wirkungen. Deshalb erhöhen sich Herzfrequenz und Blutdruck, und es steigert sich die Wachsamkeit. Sie beginnen zu zittern, und die Stimmung kann sich verbessern oder verschlechtern. Ihr Körper glaubt, er befinde sich in einem stressigen Umfeld mit höheren Dosen.

Wärmebildende Supplemente funktionieren


Das positive Argument ist, dass wärmebildende Substanzen (zum Beispiel Ephedrin und Koffein) funktionieren, und die Wirkung kann durch eine erhöhte Aufnahme dieser Mittel maximiert werden. Die Kehrseite ist, dass nachteilige Wirkungen auftreten; vor allem mit Dosen am oberen Ende des therapeutischen Bereichs und darüber hinaus. Außerdem können Menschen abhängig davon werden oder sie als Einstiegsdroge auffassen. Ebenso können viele andere Medikamente und Präparate mit diesen wärmebildenden Mitteln zusammenwirken und das Risiko verstärken. Ein Missbrauch tritt oft bei Studenten und jungen Berufssportlern auf. Schilddrüsenmedikamente können die Wirkung – wie auch Koffein aus anderen Quellen – noch verfälschen, und ein Schlafentzug kann sich allgemein auf gewisse Risiken auswirken.

Wie wäre es, wenn Sie – statt Ihrem Körper etwas vorzugaukeln – ihn einfach in eine Umgebung versetzen würden, wo er die Körperkerntemperatur angemessen erhöhen muss? Wenn der Körper in einer etwas kälteren Umgebung eine größere Wärmeerzeugung signalisiert, erfolgt das durch Nervensignale. Dazu wird der Neurotransmitter Noradrenalin gebraucht (eng verwandt mit dem Nebennierenhormon Epinephrin, auch Adrenalin genannt), der von den Nervenenden freigesetzt wird, die sich direkt an dem entsprechenden Gewebe befinden (zum Beispiel braunes Fett, Skelettmuskulatur). Nur wenn die Umgebung so kalt ist, dass mehr Wärme benötigt wird, beginnt Adrenalin zu wirken, was zum Zittern führt. Tatsächlich gibt es einen klaren Unterschied zwischen einer Wärmebildung mit Zittern und einer zitterfreien Thermogenese. Das ist die Voraussetzung mehrerer Studien, die in den letzten zehn Jahren veröffentlicht wurden.

In einer kalten Umgebung kann der Körper Wärme erzeugen, ohne sich mehr bewegen zu müssen. Nochmals: Fällt die Umgebungstemperatur weiter ab, beginnt der Körper zu zittern und die Muskeln zu aktivieren, um die Wärmebildung zu erhöhen. Erinnern Sie sich: als Sie mal draußen waren, und als der Abend voranschritt, wurde Ihnen unangenehm kalt. An diesem Punkt konnten Sie das ohne jeden bewussten Gedanken ausgleichen. Denn Ihr Körper beobachtete die Kerntemperatur und veranlasste bestimmtes Gewebe, mehr Wärme zu erzeugen, um die lebenswichtigen Organe auf Körpertemperatur zu halten. Die Durchblutung der Haut und der Gliedmaßen ist ebenfalls eingeschränkt, was zu kalten Händen führt. Einige Menschen bekommen leicht bläuliche Fingernägel, bevor sie anfangen zu zittern. Wenn Sie weiterhin draußen sitzen geblieben sind, haben Sie wahrscheinlich festgestellt, dass Sie leicht zittern. Bei kalten Winterbedingungen kann es sein, dass Sie zu stark zittern – und zwar fast sofort, wenn sich Wind und Wetter zusammentun – und Sie sich, nun ja, den Hintern abfrieren...

Der prozess der Wärmebildung


Kurz gesagt: Der Prozess der Wärmebildung umfasst metabolisch aktives Gewebe, wobei Fettspeicher die Rate erhöhen, mit der Glukose (Zucker) und Fette abgebaut, in die Mitochondrien (die „Öfen“ der Zellen) transportiert und als Kalorien verbrannt werden. Anstatt die kalorische Energie zu verwenden, um sie in ATP (das Energiemolekül in den Zellen) umzuwandeln, wird dieser Vorgang durch einen Prozess getrennt, der als „Entkopplung“ bezeichnet wird. Entkopplung ist ein gemeinsamer Weg für zahlreiche wärmebildende Substanzen, einschließlich T3 (Schilddrüsenhormon), Clenbuterol, DNP und Gallensäuren. Die Entkopplung wirkt sich störend auf den Muskelaufbau und die körperliche Leistung aus, wenn sie physiologisch akzeptable Grenzen überschreitet. Der ultrastarke Entkoppler DNP hat zu vielen Todesfällen durch Überwärmung und Organschäden geführt!

Eine Studie zeigte, dass die beta-adrenergen Agonisten (Adrenalin-ähnliche Stimulanzien) nicht die Aktivität braunen Fetts in Gang setzten, obwohl sie die Körpertemperatur erhöhen können. Das deutet darauf hin, dass Beta-2-Agonisten die Skelettmuskulatur oder anderes Gewebe stärker beeinflussen als braunes Fettgewebe und die Fettfreisetzung aus den Adipozyten (Fettzellen) fördern können.

Erwähnenswert ist auch, dass schlanke Menschen empfindlicher auf eine Fettaktivierung mit Ephedrin reagieren, während Übergewichtige dagegen resistent sind. Das kann die Folge eines Stoffwechselzustands sein, der mit der Signalgebung des braunen Fetts interferiert respektive mit der isolierenden Wirkung des subkutanen Fetts.

Eine durch Kälte ausgelöste Wärmebildung erfordert keinen Frost, um eine Entkopplung im braunen oder beigem Fett sowie im Skelettmuskel zu verursachen. Sie kann in einem Raum mit einer Temperatur von 16°C oder sogar bei milden 19°C ausgelöst werden. Wurde die Eaumtemperatur von 27°C auf 19°C gesenkt, führte das bei Männern mit funktionierendem braunen Fettgewebe tatsächlich dazu (einige Menschen besitzen diese Fähigkeit nicht), dass sie weitere 410 Kalorien pro Tag verbrannten. Außerdem wurde berichtet, dass die gleiche Temperaturveränderung den Energieaufwand um 5,3 Prozent steigern konnte – ein bescheidener, aber immer noch bedeutender Effekt. Ein Rückgang von 19°C auf 16°C war sogar noch effektiver, um braunes Fett zu aktivieren, wobei sich der tägliche Energieaufwand in Ruhe um 17 Prozent erhöhte; basierend auf bildgebenden und Stoffwechselstudien, die darauf hindeuten, dass selbst eine größere Anzahl von Kalorien mühelos verbrannt werden konnte. Bei 16°C fühlen sich manche Menschen schon unbehaglich oder ziehen sich warm an und verfehlen den Zweck der Raumkühlung. Denken Sie daran: über ein Drittel der Menschen haben nicht genug braunes Fettgewebe, um mit einer Wärmebildung aus diesem auf Kälte zu reagieren...

Thermoneutrales Umfeld und Kälteexposition


Die Beweislage zeigt deutlich, dass subtile Veränderungen der Umgebung zu starken Auswirkungen auf die Kalorienverbrennung führen können, wenn sie Tag und Nacht beibehalten werden. So wurde das Konzept der Gesundheitsförderung und des Fettverlusts durch Veränderung der Umgebungstemperatur zum Teil auf Gebäude übertragen: Architekten und Politiker versuchen, die empfohlene Raumtemperatur in Büroräumen und Wohnungen auf den Temperaturbereich zu senken, der immer noch als behaglich gilt, wenn die Wärmebildung (Thermogenese) aktiv ist (um 19°C). Man stellte fest, dass die sogenannte thermoneutrale Umgebung, die von Menschen erwartet wird, zu stabilen Bedingungen führt und einen Kalorienverbrauch überflüssig macht, um die Körpertemperatur zu halten (Wärmebildung). Daher könnte man gesundheitliche Vorteile, Gewichtsverlust und geringere Energiekosten (in kalten Wintermonaten) erwarten, indem man in Gebäuden für angenehme Temperaturen sorgt, die von den Menschen erfordern, einen Teil der zonenbezogenen Wärme über die Thermogenese zu erzeugen...

Eine Studie aus den Niederlanden zum Thema Kälteexposition befürwortet diesen Ansatz sowie eine Methode, die als „Temperatur-Training“ bezeichnet wird. Man berief sich dabei auf Forschungen, die eine Verringerung des Körperfettanteils bei Menschen zeigten, die täglich zwei Stunden in einer Umgebung mit 17°C verbrachten sowie der Feststellung, dass sechs Stunden am Tag bei 15°C unbehaglich waren und zu einer Wärmebildung durch Zittern führten. Daher empfahlen die Forscher einen optimalen Bereich zwischen 18°C und 19°C. Dieser Bereich löst die Fett-Thermogenese aus und steigert den Stoffwechsel, so dass die tägliche Kalorienverbrennung um 100 bis 400 Kalorien erhöht wird.

Wie bereits erwähnt, muss die Umgebung kalt genug sein, um die Thermogenese in Gang zu setzen, ohne dass die täglichen Aktivitäten, Arbeiten oder Annehmlichkeiten gestört werden. Es gibt andere Möglichkeiten, um eine „angenehme Abkühlung“ zu maximieren. So wurde gezeigt, dass das Trinken von Wasser bei Raumtemperatur – im Vergleich zu einem warmen Getränk – den Stoffwechsel etwas steigern und dabei für eine kurze Zeit erheblich erhöhen kann: etwa um zwei Prozent für 20 Minuten. Wird das Getränk im Kühlschrank aufbewahrt, kann der Effekt um einen weiteren Prozentpunkt für den gleichen kurzen Zeitraum gesteigert werden. Manche mögen jetzt denken, hier und dort ein paar Kalorien zu jagen, sei albern. Doch ein langfristiger Erfolg im Fettabbau ist der Höhepunkt vieler kleiner Veränderungen und nicht das Resultat von einzelnen verschwitzten Marathons auf dem Laufband oder so etwas wie einer Kohlsuppendiät...

Vielleicht ein schönes warmes Bad?


Das Thermostat nur etwas herunterzudrehen, kann helfen, ein paar Pfunde abzuspecken. Und ab und zu ein Glas kaltes Wasser ist sicherlich hilfreich, mehr Kalorien zu verbrennen. Geht es nicht noch ein bisschen einfacher? Vielleicht ein warmes Bad? Dieses bringt das Blut dazu, in den Rumpf zu fließen; und zwar aufgrund des größeren Drucks auf die Blutgefäße der Haut vom Gewicht des Wassers im Vergleich zum Gewicht der Luft. Das steigert den Bluttransport zum Herz, was zur Freisetzung eines Hormons namens atriales natriuretisches Peptid (ANP) führt. ANP erhöht nicht nur die Diurese (Urinproduktion), sondern stimuliert auch den Fettverlust. Sie müssen auch nicht lange in der Badewanne bleiben – 15 Minuten reichen völlig.

Natürlich wünschen sich viele Menschen den ultimativen Fettabbau und suchen nach den kältesten erträglichen Bedingungen, um den Fettverlust zu fördern. Junge Ringer, so hört man, haben sich in ihren Arbeitspausen in Gefrierschränke gesetzt. Zu bestimmten Zeiten werden „Eisschwimmer“ in kalten Gewässern im Fernsehen gezeigt; und sogar das Zelten im Winter, isoliert wie in einem Gefrierbeutel, gab es schon. Das alles wäre sehr wirksam, ist aber aufgrund der Extreme für die meisten unangenehm und wird daher nicht konsequent befolgt. Mit kleinen Änderungen jedoch ist es die Beständigkeit, die entscheidend ist!

Eine weitere häufige Praxis bei vornehmlich jüngeren Menschen ist, sich erst in einen Whirlpool zu setzen und dann in ein kaltes Becken einzutauchen, um einen intensiven Schock zu erleben. Obwohl es außer Frage steht, dass der Organismus heftig auf die extremen Temperaturänderungen reagiert, stellt sich die Wirkung augenblicklich ein und ist eher stressig als sanft und konditionierend für den Körper. Adrenalin und Cortisol steigen als Reaktion auf den körperlichen Stress rasch an. Die Durchblutung ist eingeschränkt; aber nur so lange, bis es wieder zurück in den Whirlpool geht, was zu sprunghaften Veränderungen des Blutdrucks, peripherem Widerstand, Vagus-/Sympathikotonus und anderen Wirkungen führt. Das kann gefährlich für Ältere oder Personen mit Herzerkrankungen sein – einschließlich nicht bekannter Rhythmusstörungen! Lassen Sie stattdessen Ihren Körper nach einer kalten Dusche an der Luft trocknen. Ausdünsten hat den gleichen Effekt wie Schwitzen – es kühlt den Körper. Allerdings stammt das verdunstete Wasser nicht von einem Körper, der harte körperliche Arbeit verrichtet hat. Also muss der Kühlung durch Thermogenese entgegengewirkt werden. Je nach Raumtemperatur kann es sich dabei um eine zitterfreie Thermogenese handeln oder das Zittern, falls es ein kalter Raum ist, kann noch folgen...

Apropos Schwitzen: eine kurze Anmerkung zum Wärmeverlust mag helfen, die zitterfreie Thermogenese zu verlängern. Unter normalen Bedingungen geht die Wärme leitend oder abstrahlend verloren. Das heißt: entweder Sie wärmen etwas, mit dem Sie in Kontakt sind, oder die Wärme strahlt von Ihrem Körper ab wie von einer Asphaltstraße im Sommer (die Spiegelwellen, die Sie flimmern sehen). Hilfreich ist, so viel Isolationsmaterial zu verringern, wie Sie können. Natürlich ist es der Zweck, Körperfett loszuwerden.

Aber eine Rasur der Körperhaare, das Haar kurz zu tragen oder sich den Kopf zu rasieren, leichte Kleidung zu tragen, nachts dünne Bettlaken und einen Ventilator zu benutzen, kann diese sanfte, aber beständige Methode unterstützen, zusätzliche Kalorien zu verbrennen. Es klingt ziemlich simpel, aber es ist tatsächlich das Pendant zu fast einer Stunde täglichem Gehen auf dem Laufband und hat positiven Nutzen für den Stoffwechsel.

Es bedarf vielleicht etwas „Temperatur-Training“; und es scheint, dass manche Menschen einfach kein braunes Fett haben. Finden Sie aber erst mal etwas, das weniger kostet oder sicherer auf dem Gebiet der Hilfen und Methoden für den Fettverlust ist!

Text von Daniel Gwartney
Foto von Shutterstock und Fotolia


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