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25.12.2015

Kurkumin: Fördert Testosteron und verbrennt Fett

Neben der Tatsache, dass Kurkumin direkt die Testosteronproduktion erhöht, kann es den Testosteronspiegel auch auf indirekte Weise steigern.

Kurkumin: Fördert Testosteron und verbrennt Fett
Bildquelle: Sportrevue
Kurkumin ist eine natürlich vorkommende Verbindung, abgeleitet aus der Kurkuma-Pflanze. Es wird in vielen Teilen der Welt als Gewürz und medizinischer Wirkstoff verwendet, um Krankheiten zu behandeln. Zu den gesundheitlichen Vorteilen von Kurkumin gehören entzündungshemmende, antioxidative und Krebs bekämpfende Wirkungen. Die breitgefächerte biologische Aktivität von Kurkumin kommt von seiner vielseitigen molekularen Struktur, die die einzigartige Fähigkeit besitzt, zahlreiche biologische Zielstrukturen zu binden und zu steuern. Zusätzlich beeinflusst es auch bestimmte Biomoleküle – was zu einer vermehrten Produktion des muskelaufbauenden Hormons Testosteron führt, während es auch die fettreduzierende Thermogenese auslöst.

Antioxidative Leistung


Die normale Zellfunktion beinhaltet Stoffwechselprozesse, die oxidativen Stress für die Zellen verursachen. Man hat herausgefunden, dass erhöhter oxidativer Stress innerhalb der Leydig-Zellen im Hoden die Testosteronproduktion senken kann. Außerdem stellte man fest, dass bestimmte Antioxidanzien – wie zum Beispiel Vitamin E – den oxidativen Stress abschwächen, wodurch der altersbedingte Rückgang der Testosteronproduktion verlangsamt wird. Diese Ergebnisse deuten an, dass die Zufuhr von stärkeren Antioxidanzien wie Kurkumin den oxidativen Stress genügend vermindert, um den Testosteronspiegel zu erhöhen. Um zu sehen, ob dies möglich war, untersuchte eine Gruppe nigerianischer Wissenschaftler, ob Kurkumin die Testosteronkonzentration erhöhte. In dieser Studie bekamen vier Gruppen junger männlicher Ratten Gallussäure (die als Prooxidans wirkt und den Testosteronspiegel senkt), Kurkumin, Kurkumin plus Gallussäure oder ein Placebo verabreicht. Am Ende der Studie hielten die Forscher Folgendes fest:

  • Die Testosteronkonzentration der Gallussäure-Gruppe war etwa 30 Prozent niedriger als in der Placebo-Gruppe. Die Gallussäure-Gruppe wies auch beträchtlichen oxidativen Stress auf; basierend auf dem deutlichen Rückgang der endogenen antioxidativen Moleküle in den Hoden.
  • In der Kurkumin-Gruppe war die Testosteronkonzentration 260 Prozent höher als in der Kontrollgruppe; was zeigt, dass Kurkumin die Testosteronproduktion stimulieren kann.
  • Die Nager, die Gallussäure und Kurkumin bekamen, wiesen ebenfalls eine Steigerung der Testosteronkonzentration (180 Prozent) auf. Das beweist, dass Kurkumin den oxidativen Stress, der von der Gallussäure ausgelöst wird, überwinden und dennoch die Testosteronproduktion steigern kann.
  • Interessanterweise zeigten beide Gruppen, die Kurkumin aufnahmen, weniger oxidativen Stress auf der Basis ihrer normalen Menge endogener Antioxidanzien. Darüber hinaus war der erhöhte Testosteronspiegel, der in den Kurkumin-Gruppen vorkam, zum Teil die Folge einer erhöhten Aktivität zweier wichtiger Enzyme, die an der Biosynthese von Testosteron beteiligt sind: 3-beta-HSD und 17-beta-HSD.


Die Forscher schlussfolgerten, dass Kurkumin den oxidativen Stress in den Hoden verminderte und eine bessere Hodenfunktion förderte – was zu einer größeren Testosteronproduktion führte.

Verminderte Östrogenproduktion


Neben der Tatsache, dass Kurkumin direkt die Testosteronproduktion erhöht, kann es den Testosteronspiegel auch auf indirekte Weise steigern. Denn wie eine asiatische Studie zeigt, verringerte Kurkumin die Östrogenproduktion. Auch wenn alle molekularen Details hinsichtlich der Fähigkeit von Kurkumin, den Östrogenspiegel zu senken, nicht bekannt sind, sollte diese geringere Östrogenmenge den Testosteronspiegel erhöhen, indem sie dem Gehirn signalisiert, dass es einen Mangel zirkulierender Steroidhormone im Blut gibt. Folglich reagiert das Gehirn, indem es die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH) von der vorderen Hirnanhangdrüse erhöht, die die Testosteronproduktion in den Hoden steigert.

Aktivierung des muskelfördernden Vitamin-D-Rezeptors


Anders als viele andere Vitamine hat Vitamin D die einzigartige Fähigkeit, die Genexpression direkt zu regulieren. Es tut dies durch die Bindung und Aktivierung des Vitamin-D-Rezeptors, der anschließend mit bestimmten Steuerelementen der DNA interagiert, die die Genexpression aktivieren oder deaktivieren. Genauer gesagt hat sich gezeigt, dass Vitamin D die Expression mehrerer Gene, die an der Testosteronproduktion beteiligt sind, reguliert.

Interessanterweise zeigte eine Studie, dass Kurkumin sich auch an den Vitamin-D-Rezeptor binden und die Expression mehrerer Gene aktivieren kann. Auch wenn keines dieser Gene, das in dieser Studie von Kurkumin aktiviert wurde, ein testosteronproduzierendes Gen war, untersuchte man die Expression vieler Gene, die von dem aktivierten Vitamin-D-Rezeptor beeinflusst wurden, nicht vollständig. Und zwar die Möglichkeit berücksichtigend, dass Kurkumin tatsächlich Gene aktiviert, die an der Biosynthese von Testosteron mitwirken. Das ist umso wahrscheinlicher, wenn man in Betracht zieht, dass – wie zuvor gezeigt – Kurkumin die Testosteronproduktion effektiv erhöhen kann.

Kurkumin entfacht die Thermogenese


Zwei wesentliche Voraussetzungen, um den Fettabbau effektiv zu fördern, sind eine erhöhte Fettsäureverbrennung und ein größerer Energieaufwand. Kurkumin stimuliert beide dieser fettbeseitigenden Notwendigkeiten, indem es die Thermogenese unterstützt. Dadurch wird der normalerweise verbundene Prozess der Fettverbrennung mit der Produktion zellulärer Energie (ATP) in den Mitochondrien getrennt. Anstatt die Energie aus dem Fett zur ATP-Herstellung zu verwenden, wird sie in Wärme umgewandelt, was den Energieaufwand effektiv erhöht. Zusätzlich vermindert die Fähigkeit von Kurkumin, die Energie aufzutrennen, erheblich die Biosynthese von ATP und signalisiert einen niedrigen zellulären Energiezustand, der den Hauptenergieregulator der Zellen, AMPK, aktiviert. Mit der Aktivierung lädt AMPK den Energiezustand der Zellen wieder auf, indem es energieproduzierende Prozesse wie die Fettsäureverbrennung ankurbelt. Dadurch wird die zweite wichtige Voraussetzung für einen effektiven Fettabbau erfüllt.

Braunes Fettgewebe (BFG) ist erwiesenermaßen das tüchtigste thermogene Fett im Körper, da es eine relativ hohe Anzahl Mitochondrien enthält, die mit dem entkoppelnden Protein-1 (UCP-1) beladen sind, das die Fettverbrennung direkt von der ATP-Produktion trennt und die Thermogenese antreibt. Da jedoch alle Zellen Mitochondrien aufweisen, besitzen sie tatsächlich die Fähigkeit, die Thermogenese zu unterstützen. Eine Studie zeigte, dass Kurkumin die Fettverbrennung von der Energieproduktion abkoppeln und die Thermogenese in den Mitochondrien von den Leberzellen auslösen kann.

Interessanterweise aktiviert Kurkumin die Thermogenese, indem es selbst als ein Energie-Entkoppler fungiert, wodurch der Bedarf nach UCP-1 vermindert wird. Das mag der Grund dafür sein, dass Kurkumin die Thermogenese in nicht-braunem Fettgewebe aktivieren kann, das keine beträchtlichen Mengen von UCP-1 enthält. Neueste Präparate zur Fettverbrennung enthalten eine Mischung von kurkuminähnlichen Verbindungen – sogenannte Curcuminoide. Diese greifen möglicherweise in ähnlicher Weise wie Kurkumin das Körperfett an und erhöhen die Testosteronproduktion. Damit besitzen sie vielleicht die gleiche bemerkenswerte Fähigkeit, den Fettabbau zu fördern und die Muskelhypertrophie zu verbessern...


Text von Dr. Michael J. Rudolph
Foto von Matthias Botthof


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Text mit freundlicher Unterstützung der Sportrevue