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21.12.2012

Ötzi hatte keine Mikrowelle

Wie Menschen damals ausgesehen haben oder in welchem Zustand sie sich befanden, das hatte zudem sicherlich mit vielem zu tun aber nur in den seltensten Fällen m

Ötzi hatte keine Mikrowelle
Bildquelle: Nicole Pfützenreuter
Vor ein paar Tagen wurde ich beim Training im Studio gefragt, was denn mein „Geheimnis“ beim Thema Fettreduktion sei.
Ich wusste im ersten Augenblick nicht so recht, was ich antworten soll, denn wenn es um zwei Dinge im Gym keine großen Geheimnisse gibt und im Grunde auch nie geben sollte, dann sind es die Themen Muskelauf- und Fettabbau.

Da mir die fragende Person jedoch schon länger bekannt war und ich genau wusste, wie sehr sich schon bis zu diesem Zeitpunkt, vor allem bei der Problematik Gewichtsabnahme, in die unterschiedlichsten schriftlichen Abhandlungen eingelesen worden war, gab ich einfach die in diesem Moment treffendste Antwort und sagte, dass ich mir schon sehr lange und generell nichts mehr über Diät, Gewichtsabnahme, Fettreduktion und alle anderen damit verbundenen Themen durchlese.

Um die sichtliche Verwunderung im Gesicht meines Gegenübers etwas aufzuhellen, schob ich noch nach, dass ich mir es einfach abgewöhnt habe, nach einer schnellen Lösung für ein Problem zu suchen, welches gar keines ist und das es vor allem beim Thema Fettabbau keinen sog. „Sündenbock“ gibt. Dann sagte ich ihr noch, dass die Zunahme an Wissen und die Menge an Gelesenem in ihrem Falle, in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis stehen würden und ich ihr nur den guten Rat geben kann, dass sie damit schleunigst aufhören soll. Jetzt wollte man es natürlich ganz genau wissen und da ich eh das Training gerade beenden wollte, setzte ich mich kurz zusammen mit der Person hin und fragte sie, wer denn nach dem aktuellen Stand ihren Informationen der Sündenbock des „Fettproblems“ sei.

Nun folgte eine beinahe unendliche Aufzählung aller möglichen Theorien. Allesamt aus der dafür üblich erhältlichen Literatur, welche bereits hoffend von ihr verschlungen wurde. Der einhellige und ewige Schuldige sei ja laut Ansicht aller hoch dekorierten Experten immer die Ernährung. Ich hörte mir das alles an aber ich wusste genau, dass ein Begriff als Ursache nicht nur kaum oder gar nie erwähnt würde, sondern dass es mit den unglaublichsten Tricks und pseudowissenschaftlichsten Argumenten so dargestellt wird, dass dies ja auf keinen Fall der grundlegende Faktor sein könnte.
Riesige Seifenblasen, gigantische Luftschlösser, mörderische Gewaltakte und akrobatisch verbale Kunststücke wurden in diesen Theorien unternommen um das Wesentliche für den naiven Leser geschickt unter den Tisch fallen zu lassen. Ich hatte von all diesen Thesen im Vorbeigehen sicherlich schon mal gehört und ich könnte jetzt sagen, dass es mich vielleicht gelangweilt hätte, mir das alles nochmal vortragen zu lassen. Aber so war es nicht. Ich war einfach zu erstaunt, mit welchem Geschick man Leuten erfolgreich und auf eine Weise etwas in den Kopf setzt, dass sie es nicht nur mit beinahe mit der gleichen sicheren Überzeugung wiedergeben, sondern dass sie auch noch tatsächlich daran ernsthaft glauben.

Märchen fangen bekanntlich mit „Es war einmal…“ an und es war absolut kein Zufall, dass im Kontext ihres Monologs beinahe alle Schilderungen das Wort „früher“ enthielten. Als ein weiterer Satz mit „…die Ur-Menschen haben…“ anfing, unterbrach ich sie, denn zum einen wollte ich langsam selber zusehen, dass ich nach Hause komme, um was zu essen und zum anderen war es eine passende Stelle um langsam aber sicher zur eigentlichen Wurzel des Übels zu gelangen. Ich stellte folgende Frage:“ Wie haben denn die Menschen vor zig Tausend Jahren, also vor der uns heute bekannten Zivilisation gelebt?!“ Jetzt war das Fragezeichen über dem Kopf natürlich groß, denn über angebliche und hochwissenschaftliche erforschte Ernährungsweisen der Menschheit in früheren Epochen, stand sehr viel in diesen Schwarten, aber wie der allgemeine Tagesablauf war, darüber wurde kaum ein Wort verschwendet. Ich deutete des Rätsels Lösung mit nur einem einzigen Wort an. Ein Wort, dass nicht nur das Gespräch schlagartig und ernüchternd beendete, sondern welches vielen übergewichtigen Diätwilligen in höchstem Maße unangenehm ist. So unangenehm, dass man es nur ganz selten in den schriftlichen Abhandlungen der „Faith-Healer“ finden wird. Wenn man nur dieses Wort ein einziges Mal zu oft in ein solches Buch packen würde, dann würde sich der Verkauf schlagartig um mindestens 90% reduzieren. Es ist das Wort „Bewegung“.

Die Hitliste in der Kategorie „Unter den Tisch gekehrte und zudem gerne weggelassene Fakten“ zu den Themen exotische Diäten + Fettabbau, führt weltweit dieser Begriff an. Das Wort Bewegung ist der Spitzenreiter, welcher ungeschlagen und immer und ewig oben steht, wenn es darum geht, dass man Menschen den wirklich größten Unsinn beim Kapitel Abnehmen in den Kopf setzen will. Man würde sich in unserer Zeit und unseren Breitengraden ja genug bewegen und daran könne es ja gar nicht liegen. Bewegungsmangel sei ja gar nie die Ursache und es stimmt ja auch alles gar nicht, dass wir uns nicht ausreichend aktiv beschäftigen oder gar womöglich „faul“ seien würden. Man könne sich so viel bewegen wie man wolle, wenn jedoch nur ein klitzekleiner geheimer und nun neu betrachteter Nährstoff falsch oder nicht optimal eingestellt würde, wäre alles für die sprichwörtliche Katz. Es wären ja, je nach wissenschaftlicher Entdeckung des jeweiligen glorreichen Erfolgsautors, mal die Fette, die Kohlenhydrate, das falsche Wasser, mangelnde Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe, das falsche Brot oder ein fehlender oder übertriebener Fleischkonsum in Schuld.

Die Verantwortlichen seien auf jeden Fall immer irgendwo in der Ernährung zu finden und wenn man nur dieses kleine Rädchen ausklammert, ergänzt oder optimaler drehen würde, dann würde nicht nur das leidige Fett, sondern zudem sogar noch alle sog. „Zivilisationskrankheiten“ auf der Stelle verschwinden.
Je nachdem welche Epoche der Menschheit oder welches Naturvolk gerade für die jeweilige schriftliche Seifenoper seinen ahnungslosen Kopf herhalten muss und völlig unabhängig davon wie zu dieser Zeit oder die jeweilige Gruppierung tagsüber gelebt hat, sie alle haben gemeinsam, dass sie irgend eine Kleinigkeit in ihrer Ernährung völlig anders gemacht haben sollen und wenn man dies nun auch tun würde, dann hätte man nun den lange gesuchten Schlüssel zu ewiger Jugend, Schönheit und fettfreiem makellosen Äußerem gefunden. Das dies nicht nur stellenweise falsch sondern oftmals einfach der totale und ein wirklicher fiktiver Quatsch ist, dass müsste einem außenstehenden Beobachter eigentlich sofort auffallen. Denn wenn es einen wirklichen gravierenden und alles entscheidenden Unterschied zwischen damals und heute gibt, dann war, ist und bleibt es einfach das Thema „Bewegung“. Es geht jetzt also nur sekundär darum, ob die Ernährungsweisen der damaligen Zeiten, „gut“ oder „schlecht“ waren, sondern dass hier einfach nur einmal mehr eine Augenwischerei nach dem Prinzip Hoffnung betrieben wird. Die Tatsache, dass dieses Nahrungsverhalten zusätzlich einfach völlig unvollständig und in den meisten Fällen zudem viel zu einseitig aufgeführt und ausgelegt wird, mal ganz außen vor.

Ich werde dies mal etwas verdeutlichen: So mancher Mensch in der heutigen Zeit wird morgens von seinem Wecker aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen, steht dann nach kurzwilligem Zögern auf, sucht halbtrunken und noch schwer gedämmert nach seinen Zigaretten auf dem naheliegenden Nachttisch. Dann schleppt er sich in die Küche und macht sich im gewohnten Rhythmus einen Kaffee seiner Lieblingssorte. Dann „setzt“ er sich hin und liest sich die Tageszeitung durch. Mit steigender Wachheit wird sich dann noch schnell gewaschen, für die Arbeit angezogen und dann werden die drei Treppen im Hausflur heruntergestiegen, um in das Auto vor der Haustür zu steigen, damit man anschließend eine geschlagene halbe Stunde im traditionellen Berufsverkehr im Stau zum Arbeitsplatz „sitzt“.
Auf der Arbeit angelangt und immer noch nicht ganz wach, wird dann als erstes und ausgiebig die angeblich wichtigste Mahlzeit des Tages, sprich das Frühstück, eingenommen und zusammen mit allen den anderen Bürohengsten wird dann eine halbe Stunde in der Kantine „gesessen“ und der neueste Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Bis zur nächsten größeren und offiziellen Pause, wird dann auf dem Arbeitsplatz vorm Rechner „gesessen“ und gearbeitet und telefoniert. Zwischendurch wird das ein oder andere Schokoplätzchen oder Gummibärchen verspeist und ca. die erste Schachtel Zigaretten verqualmt und nicht selten ein halbes Dutzend Tassen Kaffee konsumiert. Mittags gibt es dann, was die Kantine an diesem Wochentag leckeres zu bieten hat und nachdem man die Pause ausgiebig mit weiteren sinnigen Gesprächen und meist „sitzendem“ Zeitvertreib in Form von Boulevardzeitungen lesen erfolgreich auf das äußerste und vom Brötchengeber zeitlich tolerierte Maß gestreckt hat, ist der restliche Arbeitstag darauf ausgerichtet, dass man abermals schön brav und fleißig auf dem Bürostuhl „sitzt“ und möglichst unauffällig alle paar Minuten auf die Uhr schielt, welche dann hoffentlich schon bald anzeigt, dass die schönste Zeit des Tages, die „Freizeit“ eingeläutet wird. Erfolgreich und erschlagen von der Arbeit zurückgekehrt, „sitzt“ man dann im heimischen Wohnzimmersessel, um sich an den geistreichen Nachmittagstalkshows zu ergötzen.
Nicht selten schläft so mancher dann in dieser Position ein und wird erst Stunden später von einem quälenden Gefühl des Heißhungers unliebsam geweckt. Nun wird sich schnell ein Fertiggericht in der Mikrowelle gemacht und wieder vor die Glotze „gehockt“. Irgendwann in der späten Nacht wird sich dann in das warme Bettchen gelegt und am nächsten Morgen geht alles wieder von vorne los.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen Leser aufgefallen, dass der Begriff „sitzen“ im vorigen Abschnitt sehr häufig vorkommt und die Begriffe Bewegung oder gar Sport gar nicht. Sitzen war für den Urmensch jedoch ein Luxus. Sitzen war eher die Ausnahme als die Regel. Das Sitzen gehörte zu den goldenen Momenten der Ruhe. Es gab kein Wasserhahn, es gab keinen vollgepackten Kühlschrank, kein Auto, keine Straßenbahn, keinen Lichtschalter und auch kein Supermarkt. Vor allem gab es keinen Wecker, keine geregelten Pausen und schon gar nicht so etwas wie Feierabend oder gar Urlaub. Es musste wirklich alles mit Handarbeit und einem unvorstellbarem Aufwand erbracht werden. Der komplette Tagesablauf bestand vorranging aus stundenlangem Wandern, Sammeln, Suchen, Schleppen, Jagen, Fallen aufstellen und nicht selten sogar Rennen oder gar Kämpfen. So ein Leben ist dem heutigen Menschen einfach überhaupt nicht und in keinerlei Weise auch nur annähernd vorstellbar. Nur alleine der Akt des Wasserholens, sei es vom Fluss oder vom heimischen Brunnen, war nicht selten ein zeitaufwendiges und mühseliges Unternehmen. Selbst der kleinste Krümel Essen musste sich erst irgendwie erarbeitet oder verdient werden und es war zu keinem Zeitpunkt sichergestellt, ob generell das lange und zehrende Treiben um weitere Nahrung überhaupt entsprechend entlohnt würde oder nicht gar wer anderes einem die erbeutete Jagd oder das mühselig gesammelte Gut einfach im nächsten Moment wegnahm.
Ein Mensch dieser Epoche war im Grunde fast immer in Bewegung. Er war ständig körperlich aktiv, weil er einfach keine andere Wahl hatte. Von morgens bis abends, Tag und Nacht und dies 365 Tage im Jahr ohne bezahlten Urlaub, ohne Freizeit und vor allem ohne ausschweifendes genüssliches Faulenzen. Bewegung war wahrscheinlich einfach gar kein Wort und schon gar nicht ein Thema oder der Inhalt einer Frage. Es war einfach ein unausweichlicher, unabdingbarer und vor allem unaufschiebbarer Fakt, so wie jeden Morgen die Sonne aufgeht und in der Nacht der Himmel voller Sterne ist. Permanenter Hunger, schmerzendes Magenknurren und schwere knochenharte Arbeit hingegen aber waren zu dieser Zeit nicht nur feste Begriffe, sondern einfach auf gnadenlose Weise die ewigen und oftmals grausamen Motivatoren eines jeden langen Tages.
Wer in dieser beinharten Zeit überhaupt auch nur geringfügig und über das reguläre Maß an signifikanten Körpermassen zulegen konnte, gehörte zu den metaphorischen Lottokönigen und schwer geneideten Glückspilzen seines Stammes. Wenn es auch nur einen Einzigen gegeben hätte, der den pathologischen Wunsch geäußert hätte „abnehmen“ zu wollen – man hätte ihn entweder umgehend zum Medizinmann gebracht, um ihn gewaltsam von seinen bösen Geistern erlösen zu wollen oder sicherlich nicht selten sofort und an Ort und Stelle einfach aufgegessen, bevor er seinen irrsinnigen Absichten umgesetzt und womöglich noch weitere Stammesmitglieder mit seiner vermutlichen Geisteskrankheit infiziert hätte.

Wie Menschen damals ausgesehen haben oder in welchem Zustand sie sich befanden, das hatte zudem sicherlich mit vielem zu tun aber nur in den seltensten Fällen mit „vollkommener natürlicher Gesundheit“ oder gar dem Abbild eines heutigen trainierten und gut genährten Covermodels, welches für die Synonyme Fitness, Gesundheit und „Sixpack“ herhält. Viele Menschen dieser Zeit sahen nicht selten schlichtweg aus wie die „Leiden Christi“ auf zwei Beinen. Das dann hier noch bzw. in diversen Ernährungskonzepten aus dem Geschichtenbereich von 1000 und eine Nacht, was von besserer oder gar „gesünderer“ Ernährung und Co. geredet wird, schlägt dem sprichwörtlichen Fass nicht nur den Boden aus, sondern es ist und bleibt einfach eine gigantische und völlig realitätsverzerrte Propagandakiste und eine Kasperlevorführung ersten Grades. Ein Mensch der damaligen Zeit hätte sich auch mit dem Verzehr einer ganzen Sahnetorte am Tag in einem Zustand befunden, der sicherlich alles Mögliche war, aber den man einfach im gesamten Kontext niemals pauschal oder mal eben so als vorteilhafter oder gar gesünder darstellen kann. Das durchschnittliche Maß an körperlicher und stellenweise sehr schwerer Betätigung in der frühen Zeit der Menschheit, ist für die Mehrheit unserer heutigen Zeit einfach nicht nur kaum vorstellbar, sondern zudem einfach gar nicht dauerhaft zumut- oder zeitlich umsetzbar.

Wenn also Sie, lieber Leser, demnächst irgendwo wieder einmal was von der angeblich so wundersamen, natürlichen und alles korrigierenden Ernährung der Urmenschen lesen und man Ihnen im Laufe des Textes weismachen möchte, dass schon alleine nur der Mahlzeitenplan der damaligen Zeit Sie zum fettfreien und unsterblichen Supermenschen mutieren lassen würde, dann halten Sie sich einfach drei Dinge vor Augen:
1. Dass so Abhandlungen immer genau von der Sorte Schreiberling verfasst wird, welche eine Sache mit dem lesenden Zielklientel haargenau gemeinsam hat: Sie sitzen den ganzen Tag träumend in ihrem kleinen einsamen Schneckenhaus auf ihrem naiven übergewichtigen Hintern und hätten allesamt nicht mal auch nur einen einzigen Tag unter den Bedingungen der damaligen Zeit überlebt.

2. Wenn sie dann einen Tag überlebt hätten, wäre sie am nächsten Morgen das schnelle Frühstück für umherstreifende Säbelzahntiger gewesen und

3. Sie hätten sich nur alleine bei dem Versuch, einer solchen Bestie oder auch z.B. den Kannibalen vom Nachbarstamm entkommen zu wollen, vermutlich nicht nur sämtliche Muskeln ihres untrainierten Daseins gezerrt, sondern womöglich nach nur wenigen Metern beide Beine gleichzeitig gebrochen.
Selbst wenn sie dann ein paar Tage überlebt hätten, wären sie entweder beim Apfelpflücken hoffnungslos vom ersten Baum gefallen oder sie hätten sich schon nach kurzer Zeit einfach hilflos im nahegelegenen Wald verlaufen.
Denn wenn eines schon damals und sicherer als heute galt, dann der bewusst eingerichtete Fakt, dass nicht nur bekanntlich den Letzten die Hunde beißen, sondern das sich die Evolution schon immer bei ihrem Prinzip der Selektion zur Erhaltung der Arten ihren sinnvollen Teil gedacht hatte.

Also vergessen Sie, lieber Leser, einfach solche absurden Geschichten, denn sie sind im Grunde nur eine ironisch verdrehte und unter Wahnvorstellung niedergeschriebene Fehlinterpretation eines grausamen und geschmacklosen Witzes der heutigen Zeit, welcher über die Kinder aus Afrika handelt und warum diese so dünne Arme und dicke Bäuche haben: Vom Nichtstun und vielen Fressen. Mehr steckt da einfach nicht hinter. Man sollte also statt die Zeit mit dem Lesen eines solchen Unsinns zu verbringen, lieber irgendwo und irgendwem danken, dass man in der heutigen Epoche geboren wurde und sich bewusst machen, dass heutzutage jeder Mensch in unseren Breitengraden beinahe alle Optionen genießt und wirklich grenzenlose Möglichkeiten besitzt, sich ausreichend und in dosierter und systematischer Weise körperlich zu betätigen und sich vor allem entsprechend angepasst ernähren und erholen zu können. Wer dann statt Bewegung in Form von z.B. smartem und dosiertem Training, immer noch und ausschließlich den wundersamen Erlöser für das leidige Übergewichtsproblem in Ötzis Ernährung sucht, der ist es am Ende einfach wieder nur selber und sonst niemand anderes auf dieser Welt in Schuld.

von Nicole Pfützenreuter