My Supps GmbH & Co. KG My Supps GmbH & Co. KG Contact Details:
Main address: Waldhofstr. 19 25474 Ellerbek, Germany
Tel:+49 (0) 4101 /300 7 600, Fax:+49 (0) 4101 /300 7 601, E-mail: info@my-supps.de
29.01.2016

Schlank mit Olivenöl

Olivenöl enthält viele monoungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure. Diese wird als Kalorien verbrannt und nicht als Körperfett gespeichert.

Schlank mit Olivenöl
Bildquelle: Sportrevue
Wir Bodybuilder suchen wirksame Medikamente oder Supplemente, um den Stoffwechsel anzutreiben und den Körperfettanteil zu reduzieren. Aber die Grundlagen der Ernährung zu verkennen, kann jede noch so extreme Maßnahme sabotieren. Stellen Sie sich mal vor, wie beschämend es für einen sein muss, wenn man merkt, dass man mitunter eine gefahrlose, gesundheitsfördernde und preisgünstige Essenszutat ignoriert hat, die den Fettverlust verbessern kann...

Extra natives Olivenöl


Extra natives Olivenöl (ENOÖ) ist ein Grundnahrungsmittel in der mediterranen Küche, das in nordeuropäischen Küchen unterschätzt und zu wenig verwendet wird. Olivenöl ist für seine gesundheitsfördernde Wirkung hochangesehen – vor allem für die Herz-Kreislauf- Gesundheit. Doch nie hört man von Olivenölkennern, dass sie dessen Eigenschaften für Gewichtsverlust und Fettverbrennung loben.

Olivenöl wird, basierend auf der unverarbeiteten Gewinnungsweise und dem niedrigen Säuregehalt, als „extra nativ“ eingestuft. Nicht angegeben wird der Polyphenolgehalt, ein wichtiger Faktor der gesundheitsfördernden Wirkungen von ENOÖ. Überraschenderweise findet man den höchsten Polyphenolgehalt oft in ENOÖ-Marken großer Fachmarktzentren. Das kann am Versand und der Lagerung (zum Beispiel Transportverzögerung, Licht- oder Hitzeexposition) oder am Pantschen mit billigem, geringwertigem Olivenöl liegen.

Olivenöl hat einen hohen Gehalt (77 Prozent) an monoungesättigten Fettsäuren (hauptsächlich Ölsäure – 55 Prozent). Der Rest besteht aus mehrfach ungesättigten (neun Prozent) und gesättigten Fettsäuren (14 Prozent). Zusätzlich zu den Polyphenolen ist auch viel Diacylglycerol (DAG) vorhanden. DAG ähnelt Fett (Triacylglycerol/TAG), indem ein Glycerolgerüst an Fettsäuren gebunden ist. TAG beinhaltet drei Fettsäuren, die an den drei Bindungsstellen angedockt sind, wohingegen an DAG nur zwei Fettsäuren gebunden sind. Da es drei Bindungsstellen gibt (1, 2, 3), kann DAG als 1,2-DAG oder als 1,3-DAG bezeichnet werden. ENOÖ hat ein größeres 1,2- zu 1,3-DAG-Verhältnis. All diese Komponenten tragen dazu bei, dass Olivenöl zumindest die Gewichtskontrolle, wenn nicht sogar den Fettabbau unterstützen kann.

Gesundheitsvorteile


Die Überprüfung von Studien über polyphenolreiches Olivenöl zeigt, dass der Mensch gesundheitlich davon profitiert: Reduktion von Gesamt- und LDL-Cholesterin und Triglyceriden, mehr „gutes“ HDL-Cholesterin, einen verbesserten Antioxidansstatus sowie weniger systemische Entzündungen. Hinsichtlich des Fettabbaus zeigt ein Polyphenol echtes Potenzial!

Oleuropein ist eines der stärksten Antioxidanzien im Olivenöl und vermutlich für viele seiner Schutzwirkungen gegen Herz-Kreislaufund oxidationsbedingte Zellschäden sowie neurologische Degeneration verantwortlich. Überträgt man die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen, kann Oleuropein (oder das verwandte Polyphenol Hydroxytyrosol) auch einer Fettleber vorbeugen. Wenn Fett infolge von Alkoholmissbrauch, fettreicher Ernährung, Fettleibigkeit oder anderen Gründen in die Leber eindringt, führt das zu Entzündungen und/ oder einer Insulinresistenz, die dem Typ-2-Diabetes vorausgeht. Dieser behindert nicht nur den Fettabbau, sondern setzt den Betroffenen auch einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie anderen Krankheitszuständen aus.

Fettreduktion und verminderte Insulinantwort


Laut Forschung kann Oleuropein Stammzellen so umleiten, dass sie nicht zu Fettzellen werden. Bei der Verringerung der Fettzellenanzahl ist es wichtig, dass die verbleibenden Fettzellen nicht überwältigt werden. Ansonsten erweitern sich die Fettzellen, werden hypertroph und sondern schädliche Adipokine ab, die für mehr Entzündungsprozesse sorgen. Oleuropein könnte das verhindern, indem es die Fettverbrennung erhöht. Das erreicht es durch eine Steigerung des Sympathikustonus (Adrenalin- und Noradrenalin-Freisetzung) und durch das Abkoppeln der Verbrennung von Fettkalorien in braunem Fett.

DAG ist „normalem“ Nahrungsfett (TAG) sehr ähnlich, unterstützt aber verschiedene Auswirkungen im Körper zur Gewichtsabnahme. DAG verringert erwiesenermaßen die Insulinantwort auf eine Mahlzeit, ebenso eine postpandriale Hypertriglyceridämie (Anstieg der Blutfettkonzentration nach einer Mahlzeit). DAG-Öl steigert unter Verwendung einer hochkonzentrierten Form nachweislich auch die Fettsäureoxidation (Fettverbrennung in Form von Kalorien).

Erhöhte Kalorien und Fettverbrennung


Wie erwähnt, enthält Olivenöl viele monoungesättigte Fettsäuren, und Ölsäure ist die prominenteste. Sie ist eine für den Stoffwechsel vorteilhafte Fettsäure, da sie bereits oxidiert ist: Das heißt, sie wird als Kalorien verbrannt und nicht als Körperfett gespeichert. So lassen sich am Ende mehr Kalorien nur durch Olivenöl und Nüsse verbrennen als durch andere Lebensmittel. Kalorien ohne sportliche Betätigung zu verbrennen, auch wenn es keine große Zahl ist, ist ein Vorteil für jeden, der seine (Fett)masse kontrollieren oder reduzieren will.

Ölsäure ist nicht nur eine Kalorienquelle, sondern auch ein Wegbereiter von fettsäureabgeleiteten Botenstoffen (parakrine Hormone). Diese wirken auf das Gewebe ein,
das unmittelbar die Zellen umgibt. Eines dieser Hormone ist Oleoylethanolamid (OEA). OEA kann aus der Ölsäure von Lebensmitteln beziehungsweise aus der Ölsäure, die an der Membran der intestinalen Endothelzellen gebunden ist, erzeugt werden. Diese Zellen, die die innere Schicht des Dünndarms auskleiden, spüren die Aufnahme von Nährstoffen. Das stimuliert ein Enzym, ein Ölsäuremolekül von den Phospholipiden aufzuspalten, die die Zellmembran bilden. Andere Enzyme wandeln die Ölsäure in OEA um, das mit Rezeptoren interagiert, die dem Gehirn (über den Vagusnerv) signalisieren, dass genug Nahrung aufgenommen wurde. Sobald das Gehirn erkennt, dass der Energiebedarf gedeckt worden ist, sollte man mit dem Essen aufhören.

OEA wirkt sich auch auf andere Gewebe aus, die den Fettverlust unterstützen, so stimuliert es laut aktueller Forschung die „Bräunung“ weißen Fetts (das ist eines der Verfahren, das auch dem vom Muskel abgeleiteten Hormon Irsin zugeschrieben wird). „Bräunung“ bezieht sich auf eine metabolische Veränderung in den Fettzellen, indem sich die Anzahl der Mitochondrien fettverbrennende Organellen innerhalb der Zelle) und Enzyme erhöht, die verstärkt Fettsäuren „in den Verbrennungsofen“ treiben. Nicht nur werden Fettzellen in Fettverbrenner statt in Fettspeicher umgewandelt, sondern diese „gebräunten“ Zellen reagieren empfindlicher auf das Signal, das diesen kalorienverbrennenden Effekt in Gang setzt. Eine ähnliche OEA-Wirkung ist in der Skelettmuskulatur zu beobachten.

Supernahrung


Olivenöl erweist sich immer wieder als ein rundum super Lebensmittel. Vermutlich leidet es noch immer unter der dubiosen Kampagne gegen Nahrungsfett – dieselbe Kampagne, die Margarine mit Transfettsäuren und Maissirup mit hohem Fruktosegehalt populär machte...

Olivenöl bietet Schutzwirkung gegen viele chronischen Erkrankungen. Es aktiviert fettverbrennendes Gewebe, um eine erhöhte Oxidation von Fett in Form von Kalorien (Wärmeverlust) zu begünstigen. Die Bestimmung des aus der Ölsäure abgeleiteten parakrinen Hormons OEA verspricht neue spannende Forschungen auf diesem Gebiet. Olivenöl bleibt eine der höchstkonzentrierten Quellen von DAG (5,5 Prozent). Der Nettoeffekt, dessen Erreichung allerdings eine regelmäßige Aufnahme von mindestens 50 Gramm täglich erfordert, scheint ein gesünderer und fettreduzierender Stoffwechsel zu sein. Olivenöl allein macht nicht schlank! Ohne Olivenöl jedoch könnte der maximale Fettverlust beeinträchtigt oder sogar verhindert werden.

Text von Daniel Gwartney
Foto von Shutterstock


Banner Sportrevue
Text mit freundlicher Unterstützung der Sportrevue