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27.11.2015

Von Ursache und Wirkung: Rückenprobleme beeinflussen die gesamte Körpergesundheit

Rückenprobleme wie Verspannungen können sich auf den gesamten Körper auswirken.

Von Ursache und Wirkung: Rückenprobleme beeinflussen die gesamte Körpergesundheit
Bildquelle: Sportrevue


Unser Körper bildet ein komplexes System von Knochen und Muskeln, die über Nervenfasern mit dem Gehirn in Verbindung stehen. Allein an der Wirbelsäule sind die 24 freien Wirbel jeweils durch einzelne Bänder und Sehnen miteinander vernetzt. Dazu kommen noch drei weitere Bänder, die sich das gesamte Rückgrat entlang ziehen. Treten Störungen dieses sensiblen Verbunds auf, liegen Symptom und Ursache daher nicht immer an ein und derselben Stelle. So strahlen beispielsweise Verspannungen der Rückenmuskulatur in Richtung Kopf oder Arme aus und sorgen dort für Beschwerden. Bei welchen Problemen Patienten möglicherweise einen Arzt aufsuchen sollten, erklärt sich im Folgenden:

Kopf unter Spannung


Sensible Nervenstränge an unserem Hinterkopf reagieren bereits auf kleinste Veränderungen. So können permanente Muskelverspannungen im oberen Rücken- und Nackenbereich Reizungen verursachen und dadurch zu Kopfschmerzen führen. Auslöser für solche Verhärtungen stellen unter anderem Zugluft, Stress oder aber eine falsche Sitzhaltung dar. Betroffene spüren für gewöhnlich zunächst eine eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken, und das Drehen des Kopfes fällt schwer. Aber auch Menschen, die beispielsweise unter einem Beckenschiefstand leiden, klagen häufig über Kopfschmerzen. Da die Wirbelsäule aufgrund ihres asymmetrischen Aufbaus nicht mehr in ihrer natürlichen Position liegt, kommt es ebenfalls zu dauerhaften Muskelverspannungen. In der Folge stehen Nerven im Nackenbereich unter Druck und sorgen dort für Beschwerden. Damit einher gehen Probleme bei Belastungen oder ziehende Schmerzen, die sich vom Hinterkopf bis zur Stirn ausweiten.

Geschwächte Bandscheiben


Neurologische Probleme wie Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen oder leichtes Kribbeln deuten zumeist auf eine gestörte Nervenfunktion hin. Auch Beschwerden in der Halswirbelsäule oder am Ischiasnerv können diese Symptome hervorrufen. Wenn beispielsweise ein Bandscheibenvorfall im Lendenbereich vorliegt, strahlen Schmerzen bis in die Beine aus und führen im schlimmsten Fall sogar zu Lähmungserscheinungen. In diesem Fall sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen. Um den beschriebenen Problemen entgegenzuwirken, helfen unterschiedliche vorbeugende Maßnahmen: Gezielte Kräftigungsübungen vermindern ebenso das Risiko für eingeklemmte Nerven und eine verhärtete Muskulatur wie eine Physiotherapie und ein allgemein aktiver Lebensstil.


Text von Dr. Reinhard Schneiderhan
Fotos von Robert Reiff


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Text mit freundlicher Unterstützung der Sportrevue