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Martin Koslowski ROAD TO COMEBACK PART I Biografie

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Bildquelle: Moni Snykers
Bildquelle: Moni Snykers

Martin Koslowski war von 1999-2005 einer der erfolgreichsten und vielversprechensten Deutschen Amateurathleten. Nicht der massivste Bodybuilder aber brutale Beine, brutale Härte und eine fantastische Symmetrie zeichneten den sympathischen Lübecker aus.
2013 startet er nach langer Pause wieder durch. Wir begleiten Martin exklusiv auf seinem Weg zurück auf die Bretter, die die Bodybuilding Welt bedeuten.

In Part I haben wir Martin gebeten, seine Biografie zu schreiben, um denjenigen, die ihn nicht mehr kennen, einen Einblick in sein sportliches Leben zu geben.

Viele Rückschläge zeichnen seinen Weg, aber jetzt ist er bereit für den Weg zurück!!!

Martin Koslowski (Lübeck)
Berufsfeuerwehrmann
Größe: 1,72m
Offseason: 100kg-103kg
Wettkampf: M3 -90kg

Mein sportlicher Werdegang fing mit 8 Jahren an.
Ich wollte als Kind unheimlich gern Fußballer werden und somit wurde ich in einem Lübecker Fußballverein angemeldet und wurde zuerst als Torwart eingesetzt.
Da mein Konkurrent aber etwas größer war, stieß ich mich über Libero und Mittelfeldspieler vor zum Stürmer. Das klappte ganz gut und ich wurde oft Torschützenkönig.
Irgendwann war es dann soweit und ich spielte für die Verbandsliga und das erste Geld kam auch schon in die Kasse!
Leider hielt das Glück nicht lange an, bzw. die Gesundheit, denn mit 2 Sprunggelenksverletzungen hintereinander war es an der Zeit eine Alternative zu suchen.
Ich ging also in ein Fitness-Studio und versuchte mich an den Geräten und Gewichten.
Zusätzlich meldete ich mich in einem Kampfsportstudio an, da ich auch diesen Sport mal versuchen wollte. So fuhr ich 3 Jahre zweigleisig, bis ich mich dann endgültig für´s Gym entschied.
Ich wechselte in das damalige und angesagte City Gym Lübeck dort waren einige Fotos von bekannten Bodybuildern und auch Athleten aus dem Studio die für mich wahnsinnig heftig aussahen. So wollte ich auch einmal aussehen!

Der Studioinhaber Andreas Kröplin organisierte alles was Meisterschaften betraf, kannte viele bekannte Athleten und war auch Vorsitzender des Schleswig-Holstein Verbandes. Er war sogar auf einem Foto mit Arnold Schwarzenegger! Klasse!
Das war der Zeitpunkt an dem ich mich entschloss auch mal an einer Meisterschaft teilzunehmen.
Zuerst wollte ich mich mit der Fitnessklasse zufrieden geben, da ich ja noch ziemlich am Anfang stand und wie der Zufall es so wollte, fand auch in naher Zukunft eine statt. Gesagt getan! Ich wurde angemeldet, bereitete mich vor und wurde 13.! Das war für mich ein schönes Gefühl so etwas einmal mitgemacht zu haben, unabhängig davon welchen Platz ich belegte. Schließlich war die große Bühne voll von Athleten und habe viele hinter mir lassen können.
Einer der Kampfrichter sprach dann meinen Betreuer an und meinte, dass ich zu muskulöse Beine hätte für eine Fitnessklasse.
Keine Ahnung was er mir damit sagen wollte. 😉
Das City Gym Team und ich beschlossen dann ein paar Kilos draufzulegen und zu einer richtigen Bodybuilding Meisterschaft zu gehen.

Es folgten dann:
1999 je ein 5. Platz bei der Hamburger (Männer 3) und Schleswig-Holstein Meisterschaft (Männer 2).
2002 Norddeutscher Meister (M3) und Gesamtsieger, Vizedeutscher Meister M3 (mit 81,4kg) und Paare.
2004 Deutscher Meister Paare, EM Quali 2. Platz Gesamt und EM 7. Platz von 24 Athleten.
2005 war ein persönlich sehr negatives Jahr und dennoch wollte ich die WM Quali mitmachen, was natürlich in die Hose ging weil der Kopf nicht frei und somit die Form dementsprechend war. Bei der Deutschen belegte ich dann den 5. Platz.

Danach machte ich aus privaten Gründen eine Trainingspause von ca. 8 Monaten, erst dann fing ich langsam wieder an zu trainieren.
Zu allem Übel kam zwei langwierige Krankheiten auf mich zu: 1,5 Jahre ständig im Krankenhaus, kein Training, Cortison, ganz schlechte Form kam obendrauf!
Das war eine Phase in meinem Leben die ich nicht noch einmal durchleben möchte und auch keinem gönne!
Ich sah (ohne zu übertreiben) aus, als hätte ich nie an Gewichten trainiert plus Rettungsring!
Es war zwar echt furchtbar für mich wie sich mein Körper veränderte, aber das Wichtigste war: Ich wollte gesund werden!
Irgendwann war die eine Krankheit dann auch endlich überwunden und ich fing wieder von vorne an.
Langsam kam ein wenig Form und die Mittelpartie ging vom Umfang her auch zurück.
2012 fuhr ich zur FIBO und besuchte u.a. Steve Benthin. Es war wirklich schön mal wieder zu sehen was aus den bekannten Leuten geworden ist, alle waren natürlich in Form und sahen klasse aus.
Nicht mal auf der Rückfahrt, sondern noch auf der Messe entschied ich mich sofort mit der Vorbereitung anzufangen um im kommenden (Jahr 2013) zu starten!
Am nächsten Tag fing meine Vorbereitung an, ich hatte ein Gewicht von 92kg und nicht so praller Form, da ich ja noch nicht lange trainierte.
Ich achtete darauf, dass ich wenig Fett, reichlich und saubere Kohlenhydrate + Protein zu mir nahm und trainierte 5x die Woche so hart es ging. Es fiel mir nicht leicht und ich hatte das Gefühl, dass es früher einfacher war mit der Vorbereitung.
Im Januar hatte ich dann ein Gewicht von 103kg und ab Februar ging ich in die Diät mit wenig KH/Fett und viel Protein – Die Diät fiel mir dann noch schwerer bis heute, denn ich liebe Süßigkeiten und Fast Food! Alle die mich kennen wissen das.
Aber ich bin diszipliniert und gebe Gas!
Ca. 4 Wochen sind nun um und 8kg bereits weg!
Für alle Anfänger möchte ich sagen: Egal in welcher Ausgangsposition ihr seid – wichtig ist euer Ziel nicht aus den Augen zu verlieren! Dann geht vieles!
Und selbst nach langer Zwangspause kann man noch an sein Ziel glauben – mal sehen wie mein Ziel endet. Stay tuned! 😉

Geplant ist an der Deutschen und EM Masters teilzunehmen.
Bitte um jeden gedrückten Daumen für ein schönes und erfolgreiches Comeback! 😉

Text von Team Bodybuilding.de und Martin Koslowski

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