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Bodybuilding: Ein Sport und seine Vorurteile

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Bildquelle: bigstockphoto.com/ Chisnikov

In diesem Artikel werden wir uns der Frage widmen, welche Vorurteile am häufigsten in den Köpfen anderer Menschen manifestiert sind und warum sie so über uns und unseren Sport denken. Da wir leider nicht jedes Vorurteil ausführlich thematisieren können, haben wir uns für die zwei entschieden, die am häufigsten genannt werden.
Das am häufigsten genannte Vorurteil oder Klischee ist wohl, dass Bodybuilder alle dumm sind. Ich glaube den Spruch: „1000 Volt in den Armen aber im Kopf brennt kein Licht!“ kennt wohl so oder so ähnlich jeder von uns. Woher kommt gerade diese Meinung? Ganz ehrlich, es gibt genug Bodybuilder, die dieses Klischee perfekt bedienen. Dieser Tatsache müssen wir uns leider stellen. Allerdings sind diese Jungs auch nicht unbedingt richtige Bodybuilder, sondern leider eher die Fraktion „Discopumper“, die keiner wirklich leiden kann. Weil sie mit ihrem – teilweise sehr primitiven und dadurch auffälligem – Verhalten aber nun mal alle Augen auf sich ziehen, geraten die wirklichen Bodybuilder eher in den Hintergrund und werden meist nur durch ihre Statur bemerkt, da sie sich sonst eher ruhig verhalten. Kommt ein normaler Studiobesucher dann doch mal dazu, ein Gespräch mit einem dieser „Hünen“ zu führen, sind sie oftmals erstaunt darüber, wie ruhig, gelassen und teilweise sehr intelligent dieser „Pumper“ doch ist. Wenn man sich mit anderen Bodybuildern umgibt und diese Menschen mal genauer betrachtet, merkt man schnell, dass die meisten von ihnen keineswegs dumm sind. Viele von ihnen haben Berufe aus dem Bereich Gesundheit wie z.B. Physiotherapeuten, Ökotrophologen, Sportwissenschaftler, Dozent an einer Universität oder Personaltrainer. Sie helfen mit ihrem Wissen Menschen, die Probleme mit dem Alltag haben, verursacht durch die unterschiedlichsten Dinge wie dem neu erlernen von Bewegungen nach einen Unfall, Diabetes durch Übergewicht oder einfach nur das Erreichen von persönlichen Zielen im sportlichen Bereich. Bodybuilder sind keineswegs alle dumm. Was die Allgemeinheit als Bodybuilder in den Studios sieht, sind in den meisten Fällen leider nur Halbstarke, die kein echtes Interesse an dem Sport und der Lebenseinstellung Bodybuilding haben.
Zum anderen wäre da das Vorurteil, dass alle Bodybuilder aggressiv sind. Auch hier kommen wir leider nicht darum herum, uns ein wenig schuldig zu bekennen. Klar, gerade in der Phase vor einem Wettkampf, wenn man sich in den letzten Zügen seiner Diät befindet, vielleicht seit mittlerweile 10 Tagen keine Kohlehydrate mehr zu sich genommen hat, kann es leicht mal dazu kommen, dass man im Studio ein wenig gereizt reagiert, wenn etwas nicht so läuft wie man es sich vorgestellt hat. Doch würde ich in dieser Phase gerne mal einen Menschen beobachten, der keinen Sport betreibt und nur mit seinem Job und seiner Freizeit klar kommen muss. Ich glaube eine solche Person würde nach spätestens 5 Tagen seinem Chef sagen, was genau er von ihm hält und auf dem Weg nach Hause den Polizisten beschimpfen, der ihn gerade angehalten, hat weil er mit fast 100 km/h durch die Innenstadt gerast ist 😉 Ich finde dafür, dass ein Bodybuilder zusätzlich zu den alltäglichen Dingen noch sein Training absolvieren muss und jeden Morgen auf die Waage steigt, um zu überprüfen ob er noch im Zeitplan seiner Wettkampfvorbereitung liegt, schlagen die meisten Jungs sich wirklich gut. Leider gibt es auch hier wieder viele Leute in Studios, die sich völlig daneben benehmen, unangemessen aggressiv reagieren und sich kaum unter Kontrolle haben. In diesem Fall reden wir aber wieder über die gleichen Leute, die das Klischee der Dummheit bedienen, was den ambitionierten Bodybuildern das Leben leider nicht leichter macht.
Zusammenfassend können wir sagen, dass wir an diesen Vorurteilen allesamt nicht ganz unschuldig sind. Da wir mit diesem Sport leider aber Leute anziehen, die diese Vorurteile perfekt bedienen und teilweise sogar auf die Spitze treiben, bleibt uns wohl nichts anderes übrig als zu versuchen, uns von diesen Leuten abzugrenzen. Was den Bodybuilder von dem „Pumper“ unterscheidet, weiß jeder von uns. Es fängt beim Aufstehen und dem vorbereiten von Mahlzeiten an, führt über einen Tagesablauf mit geplanten und strikt eingehaltenen Essenszeiten und –mengen bis hin zum penibel ausgearbeitetem Training und schlussendlich sogar zum Einhalten von Ruhezeiten. All das sind Dinge, die der normale „Pumper“ nicht macht, nur leider weiß das niemand, der sich damit nicht auseinander setzt. Wir können nur versuchen, anderen Studiobesuchern zu zeigen, dass der Bodybuilder keineswegs dumm oder aggressiv und er nicht der alleinige Grund für diese Vorurteile ist. Vielleicht werden dann einige Vorurteile verschwinden oder zumindest irgendwann dem Bodybuilding nicht mehr pauschal aufgedrückt.

von Denis Panzer

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