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Bodybuilding und die Gesellschaft

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Bildquelle: Bigstockphoto.com/ zeber

Ist Bodybuilding wirklich in unserer Gesellschaft angekommen?

Natürlich!!! Werden jetzt einige sagen die mindestens 3 mal die Woche zum Eisen rennen und die Lebenseinstellung verinnerlicht haben. Aber ist der Bodybuilder der sich auf einen Wettkampf vorbereitet wirklich in unserer Gesellschaft anerkannt oder ist er immer noch wie ein Fremdkörper wenn er durch die Einkaufpassagen deutscher Städte schlendert?!
Wenn man sich dazu entschlossen hat sein Leben zu verändern und ein Ziel zu verfolgen, gibt es in den meisten Fällen von der Verwandtschaft und Freunden Zuspruch und Unterstützung. Sei es das Rauchen aufzugeben, weniger Alkohol zu trinken, sich mehr Zeit für die Familie zu nehmen oder etliche andere gute Vorsätze gerade zum Jahreswechsel. Einer der häufigsten Vorsätze ist nach wie vor mehr Sport zu treiben, so weit so gut…

Mehr Sport zu treiben stößt bei allen Menschen auf Zuspruch aber warum wird dann ein Mensch der den Sport nicht nur nebenbei oder als Alibi betreibt um dann abends doch Schokolade und Chips zu essen, dann teilweise immer noch als Freak bezeichnet? Jeder von uns der sein Geld nicht in der Sport/Fitness Branche verdient kennt es. Man sitzt in der Mittagspause mit seinen Arbeitskollegen am Tisch holt seine Tupperdosen aus der Tasche und fängt an seinen Reis, sein Fleisch und das Gemüse zu essen und wird komisch angeguckt, während alle anderen sich Pizza, Burger, Croques oder Pasta einverleiben, ab und zu kommt dann noch mal ein Spruch wie: „Was isst du denn da?“ oder „Schmeckt das?“ – Ja es schmeckt und zwar nach Reis, Fleisch und Gemüse! Damit hat man sich relativ schnell abgefunden, nach spätestens 4 Wochen gibt es beim Mittagessen keine Blicke oder Kommentare mehr. Bekommen die Kollegen dann langsam mit, dass im Kofferraum jeden Tag die Sporttasche steht, man sich 1,5 Std. vor Feierabend noch mit einer Mahlzeit auf sein Training vorbereitet, über den Tag verteilt mehr Mahlzeiten und Wasser zu sich nimmt als das gesamte Büro zusammen in der Zeit, wird man schnell in eine Schublade gesteckt. Für die meisten Leute ist man dann „Sportsüchtig“ oder eben ein „Freak“ .
Die wenigsten fangen an zu hinterfragen warum wir das alles auf uns nehmen, warum wir morgens 30 Minuten früher aufstehen um unsere Klamotten und unser Essen einzupacken, warum wir alle 3 bis 4 Stunden Essen, warum wir mindestens 3 mal die Woche ins Studio gehen und warum wir abends 30 Minuten später ins Bett gehen um das Essen für den nächsten Tag zu kochen. Aber wenn sie fragen und man es ihnen erklärt stößt man meist auf große Augen und Unverständnis.
Am größten ist die Verwunderung jedoch wenn es um Alkohol geht, ja tatsächlich die meisten Bodybuilder trinken keinen Alkohol und das heißt wirklich gar nicht, selbst auf Geburtstagen oder zu Silvester nicht. Das ist für jeden außenstehenden kaum nachvollziehbar. Dabei ist doch jedem bekannt, dass Alkohol für den Körper nicht das Beste ist. Wie in Studien immer wieder bewiesen wurde wirkt sich Ethanol (Alkohol) direkt auf den Hormonhaushalt aus. Die Folgen von Ethanol Aufnahme resultieren in einer signifikanten Abnahme von Testosteron und Wachstumshormon, lässt gleichzeitig den Cortisolspiegel ansteigen und hemmt somit direkt die Proteinsynthese. Die Einflüsse und Auswirkungen dieser Konstellation sind hoffentlich bekannt und müssen hier nicht noch ausgeführt werden.
Selbst vor der eigenen Familie macht dieses Unverständnis nicht halt, jeder hat bestimmt mindestens eine Diskussion auf irgendeiner Familienfeier führen müssen, ob das was man da macht alles so gesund ist?! Wenn man sich die Ernährung und den Lebensstil eines Bodybuilders ansieht kommt man am Ende zu dem Fazit, dass Bodybuilder gesünder leben als Ottonormalverbraucher und somit doch eigentlich auch in unserer Gesellschaft endlich anerkannt und respektiert werden sollten. Fakt ist, dass ein 1,75 Meter großer Mann mit 110 kg und 8% Körperfett in der Einkaufspassage in Deutschland immer noch komisch von der Seite anguckt wird, wobei ein 1,80 Meter großer Mann mit 120 kg und 30% Körperfett ein fast alltägliches Bild ist und niemanden mehr verwundert.
Zu guter Letzt möchte ich ein Beispiel von einem sehr guten Freund von mir aufführen. Kurz bevor die Endphase seiner Vorbereitung anstand, ist er nach Afrika in den Urlaub geflogen. Was er mir erzählte als er zurück kahm verwunderte mich doch sehr. Er wurde dort regelrecht bejubelt. Ja klar nach nicht einmal einer Woche ging im das ganze schon ziemlich auf die Nerven, aber tatsächlich haben Leute die er nie zuvor in seinem Leben gesehen hatte, Ihn um ein Foto gebeten.

Soviel zu der anfangs gestellten Frage ist Bodybuilding wirklich in unserer Gesellschaft angekommen? Sind wir in den Augen unserer Mitmenschen immer noch, nach fast 50 Jahren Mr. Olympia, nur „Freaks“?

von Denis Panzer

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