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Ornithin

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Ornithin: der Schlüssel zu mehr Energie und besserem Schlaf?

In diesem Artikel werden wir uns mit der Bedeutung der Aminosäure Ornithin für unsere Gesundheit auseinandersetzen und aufzeigen, wie sie unser Wohlbefinden beeinflussen kann. Dabei werden wir sowohl auf die positiven als auch negativen Auswirkungen von Ornithin eingehen und verschiedene Anwendungsgebiete vorstellen. Außerdem geben wir Tipps, wie du deinen Ornithin-Spiegel auf natürliche Weise erhöhen kannst und welche Nahrungsmittel besonders reich an dieser Aminosäure sind.

Zusammenfassung: 10 Fakten über Ornithin

Hier sind 10 Fakten über Ornithin, die du wissen solltest:

  1. Ornithin ist eine nicht essenzielle Aminosäure, die der Körper teilweise selbst herstellen kann.
  2. Es wird oft als Nahrungsergänzungsmittel verwendet, um den Muskelaufbau zu fördern und die Leistungsfähigkeit zu verbessern.
  3. Ornithin kann auch dazu beitragen, den Abbau von Muskelgewebe während des Trainings zu reduzieren.
  4. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung von Ammoniak im Körper.
  5. Ornithin kann helfen, den Schlaf zu verbessern und die Regeneration des Körpers nach dem Training zu fördern.
  6. Es kann auch dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Insulinsensitivität zu verbessern.
  7. Ornithin wird manchmal zur Behandlung von Lebererkrankungen eingesetzt, da es helfen kann, die Leberfunktion zu verbessern.
  8. Es kann auch dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen im Körper zu reduzieren.
  9. Ornithin wird oft in Kombination mit der Aminosäure Arginin verwendet, da dies die Wirkung verstärken kann.
  10. Obwohl es als sicher gilt, sollten Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Asthma oder Herzerkrankungen vor der Verwendung von Ornithin ihren Arzt konsultieren.

Was ist Ornithin?

Ornithin (L-Ornithin) ist eine Aminosäure und ein wichtiger Bestandteil vieler Körperfunktionen. Es wird sowohl aus der Nahrung gewonnen als auch vom Körper selbst hergestellt und ist ein unverzichtbarer Baustein des menschlichen Stoffwechsels.

Wirkung im Körper

Ornithin ist ein wichtiger Bestandteil des Harnstoffzyklus, der den Abbau von Stickstoffverbindungen im Körper reguliert. Es wird auch als Vorläufer von Arginin (L-Arginin) betrachtet, einem anderen wichtigen Aminosäure-Baustein.

Ornithin wird in der Leber produziert und kann entweder direkt in den Harnstoffzyklus eingebaut oder zu Arginin umgewandelt werden. Diese Umwandlung erfolgt durch das Enzym Argininosuccinat-Synthase (ASS), das auch eine Rolle bei der Regulierung des Harnstoffzyklus spielt.

Eine weitere wichtige Funktion von Ornithin ist seine Beteiligung an der Energiebereitstellung im Körper. Es kann in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, zu Citrullin umgewandelt werden. Citrullin wiederum kann dann in Arginin umgewandelt werden, was zur Produktion von Stickoxid beiträgt, einem wichtigen Botenstoff für die Blutgefäße.

Weiterhin wirkt es als „Ammoniak-Schwamm“ im Körper. Da es Ammoniak neutralisiert, kann es schädliche Substanzen binden, die bei hohen Energieleistungen produziert werden.

Gesundheitliche Vorteile von Ornithin

  1. Muskelaufbau: Eine der Hauptfunktionen von Ornithin ist die Unterstützung des Stoffwechsels beim Abbau von Proteinen. Dies kann den Muskelaufbau und die Regeneration der Muskeln unterstützen. Hier wird es gerne mit der Aminosäure Arginin kombiniert.
  2. Stress: Eine Studie hat gezeigt, dass Ornithin den Cortisolspiegel senken kann, sodass Menschen mit hohem Stressniveau davon profitieren können. Es kann ihnen helfen, sich besser zu entspannen und ihr Gleichgewicht wiederzufinden.
  3. Schlaf: Viele Menschen leiden unter schlechtem Schlaf oder Schlaflosigkeit. Eine Studie hat gezeigt, dass eine Supplementierung mit Ornithin in Kombination mit anderen Vitaminen und Mineralien den Schlaf verbessern kann.
  4. Herzgesundheit: Ornithin wird häufig in Kombination mit Arginin eingenommen und kann helfen, den Blutdruck zu senken und Herzerkrankungen vorzubeugen. Es wird angenommen, dass es hilft, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.
  5. Immunsystem: Eine weitere positive Wirkung der Supplementierung mit Ornithin ist die Unterstützung des Immunsystems. Da es am Protein-Stoffwechsel beteiligt ist, helfen die Nährstoffe dem Körper bei der Produktion verschiedener Enzyme und Aminosäuren, die essenziell für ein starkes Immunsystem sind.
  6. Leberfunktion: Ornithin kann dazu beitragen, die Leberfunktion zu verbessern und die Entgiftung des Körpers zu fördern. Es spielt auch eine wichtige Rolle beim Abbau von Ammoniak im Körper, was besonders wichtig für Menschen mit Lebererkrankungen sein kann.

Nahrungsmittel mit Ornithin

Wenn du deinen Körper mit Ornithin versorgen möchtest, musst du nicht unbedingt zu Kapseln greifen. Es gibt viele Lebensmittel, die reich an Ornithin sind. Hier sind einige Beispiele:

Fisch: Lachs und Thunfisch sind reich an Proteinen.

Eier: Eier sind eine gute Quelle für Protein.

Fleisch: viele Arten von rohem oder gegartem Fleisch wie Rindfleisch und Hähnchen.

Hülsenfrüchte: Linsen und Erbsen sind reich an Proteinen und anderen Nährstoffen wie Eisen, Vitamin K1 und Zink.

Nüsse: Cashewkerne, Mandeln und Walnüsse enthalten viel Eiweiß und andere Nährstoffe wie Magnesium und Zink.

Samen: Chiasamen, Sesamsamen oder Sonnenblumenkerne sind alle reich an Proteinen sowie an Vitamin E, Magnesium und Zink.

Milchprodukte: Milchprodukte wie Kefir oder Käse enthalten ebenfalls viele Aminosäuren, sowie Kalzium, Vitamin A und B12.

Ornithin als Nahrungsergänzungsmittel

Ornithinpräparate gibt es in verschiedenen Formen zu kaufen, wie als Kapseln oder Pulver. Wenn du es in Pulverform kaufst, kannst du es in Wasser oder Saft auflösen und trinken. Es ist auch möglich, das Pulver in Smoothies oder Proteinshakes zu mischen. Kapseln haben den Vorteil, dass sie unkompliziert zu dosieren sind.

Ornithin und Arginin

Da sich diese beiden Aminosäuren ergänzen und in Ihrer Wirkung verstärken, kombinieren viele Präparate diese beiden Wirkstoffe.

Ornithin wird im Körper zu Arginin umgewandelt und kann somit zur Bildung von Stickstoffmonoxid beitragen. Stickstoffmonoxid ist ein wichtiger Botenstoff, der unter anderem für die Erweiterung der Blutgefäße sorgt. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und es können mehr Nährstoffe und Sauerstoff zu den Muskeln transportiert werden. Das ist besonders wichtig für Sportler, die ihre Leistungsfähigkeit steigern möchten.

Dosierung und Einnahme

Wenn du Ornithin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchtest, solltest du dich an die empfohlene Dosierung des Herstellers halten. Die übliche Dosis liegt zwischen 2 und 6 Gramm pro Tag.

Es wird empfohlen, Ornithin auf nüchternen Magen einzunehmen. Wenn du von der schlaffördernden Wirkung profitieren möchtest, bietet sich die Einnahme vor dem Schlafengehen an.

Mögliche Nebenwirkungen Risiken

Grundsätzlich gilt: Alle Supplemente können Nebenwirkungen haben. Als ebenfalls natürlich vorkommende Aminosäure gilt die Einnahme von Ornithin in den empfohlenen Dosen als sehr sicher.

Wenn du Ornithin in hohen Dosen einnimmst, kann es zu Magenbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. In selteneren Fällen kann es zu allergischen Reaktionen oder Hautausschlag führen.

Wenn du Beschwerden oder Vorerkrankungen hast oder regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du dich vor der Einnahme mit deinem Arzt absprechen.

Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Ornithin ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers ist und eine Vielzahl von Funktionen erfüllt. Wenn du Ornithin in deine Ernährung integrieren möchtest, solltest du darauf achten, dass du ausreichend Protein zu dir nimmst, da es zu den Aminosäuren zählt

Gerade als Sportler, kann es Sinn ergeben, den Ornithin-Spiegel gezielt mit Kapseln oder Pulver zu erhöhen. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln gilt aber auch hier, dass der Grundstein für deine Gesundheit und Fitness eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung sein sollte.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel gibt es auch bei Ornithin bestimmte Personengruppen, die auf eine Einnahme verzichten sollten. Dazu gehören schwangere und stillende Frauen sowie Kinder unter 18 Jahren. Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen sollten auf Ornithin verzichten oder vor der Einnahme unbedingt Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Des Weiteren kann Ornithin Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben. Auch hier ist es wichtig, vor der Einnahme von Ornithin mit dem behandelnden Arzt zu sprechen.
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