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05.02.2016

Betain aktiviert den Muskelpump

Eine Betain-Supplementierung erhöht die anabole Aktivität von IGF-1 deutlich und reduziert den muskelaufzehrenden, katabolen Effekt von AMPK.

Betain aktiviert den Muskelpump
Bildquelle: Sportrevue
Betain, auch bekannt als Trimethyglycin, ist ein natürlicher Osmolyt in den Zellen, der gegen Dehydration schützt, indem er die zelluläre Wasserretention durch Osmose erhöht. Da Betain die Hydration des Körpers aufrechterhalten kann, wird der nachteilige Einfluss, den eine Dehydration auf die Trainingsleistung haben kann – wie zum Beispiel erhöhte Herzfrequenz, größerer Glykogenabbau, erhöhte Muskeltemperatur und gestiegene Laktatwerte – verringert.

Weil Betain wie ein Osmolyt wirkt, trägt es wahrscheinlich auch zum Muskelwachstum bei, indem es die Muskelfasern anschwellen lässt. Die Forschung hat gezeigt, dass das Anschwellen der Muskelzellen die Proteinsynthese stimuliert und den Proteinabbau verringert, was zu Muskelwachstum führt. Obwohl die zugrunde liegenden Mechanismen unklar sind, vermutet man, dass bestimmte zelluläre Signalkaskaden ausgelöst werden, um die Bauteile der Muskelzellen zu verstärken. Dies geschieht durch die Unterstützung der Synthese der Strukturproteine in den Zellen, was schließlich zu größeren Muskeln führt.

Neben der Tatsache, dass Betain einer Dehydration entgegenwirken und Muskelwachstum auslösen kann, spielt es auch eine wichtige Rolle als Spender von Methyl in der Biosynthese des muskelaufbauenden Creatins. Tatsächlich zeigt sich, dass eine Betainaufnahme die anaerobe Schnellkraft beim Bankdrücken und Kniebeugen erheblich steigert. Das hängt wahrscheinlich mit der Rolle zusammen, die Betain bei der Creatinproduktion im Körper spielt. Darüber hinaus haben weitere Studien gezeigt, dass Betain die Aktivität von IGF-1 anregt, zu mehr Magermasse führt und auch das Bauchfett verringert. Insgesamt untermauern die vielfältigen Wirkungen von Betain auf diese relativ unterschiedlichen Aspekte der Trainingsleistung seine tolle Verheißung als Nahrungsergänzungsmittel.

Betain erzeugt muskelaufbauendes Creatin


Infolge seiner wichtigen Rolle bei der Biosynthese von Creatin erhöht die Zufuhr von Betain natürlich auch den Creatinspiegel in den Muskeln. Die Fähigkeit, Creatin zu erzeugen, trägt wahrscheinlich auch zu den muskelaufbauenden Eigenschaften von Betain bei, denn Creatin treibt das Muskelwachstum auf mehreren Wegen an: Zunächst steigert Creatin die Größe und Kraft der Muskeln – zum Teil deshalb, weil es als wichtigstes Energiespeichermolekül fungiert, das die Auszehrung der Muskelzellenergie schnell in Form von ATP während der Muskelkontraktionen wieder rückgängig macht. Dieser Prozess sorgt wieder für neue Energie in den Zellen und erlaubt verlängerte Kontraktionen für besseres Muskelwachstum und mehr Leistung. Creatin aktiviert das Muskelwachstum auch dadurch, indem es die Bildung neuer Muskelzellen stimuliert und die Rate der Muskelproteinsynthese erhöht.

Betain steigert sogar nach intensivem Cardio die anaerobe Kraft


Betain trägt nicht nur zur Creatinproduktion für eine bessere Kraftleistung bei. Da es einer Dehydration vorbeugt, steigert es auch insbesondere nach einer anstrengenden Cardioeinheit die Kraft, die bekanntlich die Dehydration fördert. Diesen Effekt zeigt eine Studie, in der zwei unabhängige Gruppen zwei Stunden lang mit 60 bis 75 Prozent ihrer maximalen aeroben Kapazität in der Hitze Rad fuhren. Anschließend absolvierten sie ein 15-minütiges Zeitfahren, gefolgt von einem Test ihrer isometrischen Beinkraft. Die erste Gruppe trank einen Kohlenhydratdrink, während die zweite Gruppe ein Kohlenhydratgetränk mit Betain verabreicht bekam. Beide Gruppen tranken ihre jeweiligen Drinks vor dem Test.

Ergebnis: Die Gruppe, die das reine Kohlenhydratgetränk erhielt, verbesserte – wie erwartet – ihre Zeit beim Radfahren um zehn Prozent. Denn Kohlenhydratdrinks können die trainingsbedingte Erschöpfung hinausschieben und die Leistung durch die Beibehaltung des Blutzuckerspiegels und die Vermeidung einer Dehydration verbessern. Die Gruppe mit dem Kohlenhydrat/Betain-Drink zeigte allerdings eine noch größere Verbesserung – um 14 Prozent – beim Zeitfahren. Das zeigt, dass die Zugabe von Betain für eine noch geringere Dehydration sorgt und somit eine größere leistungssteigernde Wirkung erzielt. Darüber hinaus zeigte die Kohlenhydrat/Betain-Gruppe beim Test der isometrischen Beinkraft wesentlich mehr Kraft als die reine Kohlenhydrat-Gruppe, was auf die einzigartige Fähigkeit von Betain hinweist, die Kraft nach einem extremen Herz-Kreislauf-Workout zu verbessern. Das macht Betain zu einer interessanten Verbindung für den Verzehr vor dem Training.

Betain schafft ein anaboles Umfeld für mehr Muskelmasse


Neben der Tatsache, dass Betain die Kraft steigert, stimuliert es erwiesenermaßen auch den anabolen Signalweg von IGF-1, was zu mehr Magermasse führt und den Körperfettanteil bei Nutzvieh reduziert. Noch wichtiger ist, dass eine andere Studie eine ähnliche muskelaufbauende Wirkung mithilfe einer Betain-Supplementierung bei Menschen zeigte. In dieser Studie nahmen zwölf trainierte Männer zwölf Wochen lang entweder Betain oder ein Placebo zu sich. Nach zwei Wochen begannen die Probanden zu trainieren. Direkt nach dem Training wurde ihnen Blut abgenommen, um mehrere unterschiedliche Marker für das Muskelwachstum zu messen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Betain-Supplementierung die anabole Aktivität von IGF-1 deutlich erhöhte und den muskelaufzehrenden, katabolen Effekt von AMPK reduzierte und somit ein anaboles Umfeld herbeiführte, das ein besseres Muskelwachstum unterstützt.

Betain trägt zur Adrenalinproduktion bei


Betain wirkt auch als Methyl-Spender während der Biosynthese von Adrenalin. Adrenalin ist ein Hormon, das von den Nebennieren produziert wird. Es unterstützt bekanntermaßen die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion, die immer dann auftritt, wenn wir Angst bekommen oder mit unterschiedlichen Arten von Stress umgehen müssen. Adrenalin aktiviert mehrere biochemische Signalwege, die den Glukose- und Fettsäurespiegel im Blut erhöhen, wodurch Energie für die Muskelzellen bereitgestellt wird. Da Betain die Adrenalinproduktion anregen kann, wird ein robusteres Umfeld bereitgestellt, was zu mehr Energie in den Muskeln führt und somit die Leistung im Studio unterstützt.

Text von Dr. Michael J. Rudolph
Foto von Per Bernal


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Text mit freundlicher Unterstützung der Sportrevue