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Was versteht man unter Low Carb?

In den Medien wird immer häufiger der Begriff „Low Carb“ verwendet. Aber was ist eigentlich Low Carb? Ist eine Low Carb Ernährung sinnvoll und was sagt die Wissenschaft dazu? Wer sollte sich Low Carb ernähren?

Die Ernährung in Europa besteht bis heute überwiegend aus Kohlehydraten. Wir decken unseren Energiebedarf hauptsächlich durch Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot usw.

Wie das Wort „Low Carb“ schon sagt, basiert diese Ernährungsweise auf einer kohlehydratreduzierten und eiweißbetonten Kost. Der Fokus liegt auf dem Verzehr von viel Gemüse, Salate, Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte.
Laut vieler Wissenschaftler kann diese Form der Ernährung dabei helfen, eine Gewichtsreduktion zu erreichen, Muskeln zu definieren und das Risiko für Zivilisationskrankheiten herab setzen.

Eine hohe Aufnahme an schnellen Kohlenhydraten (Zucker) kann Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Karies begünstigen. Außerdem kann viel schneller Zucker den Insulinspiegel in die Höhe treiben und Heißhunger verursachen.

Blutzuckerspiegel zu verschiedenen Tageszeiten

Geschichte von Low Carb

Die Low Carb Ernährung wird häufig auf die Kost der Jäger und Sammler in der Steinzeit zurückgeführt. Damals bestand die Nahrung hauptsächlich aus Fleisch, Fisch und Wildpflanzen.

Low Carb Anhänger gehen davon aus, dass auch der moderne Mensch noch alte Gene in sich trägt und daher eine kohlenhydratreduzierte Ernährung von Vorteil ist.

Im 19. Jahrhundert wurde herausgefunden, dass Erkrankungen durch eine kohlenhydratreduzierte Ernährung gelindert werden können. Den Durchbruch hatte die Ernährungsform in den 70er Jahren durch Dr. Atkins, der eine Ernährungsform entwickelte, die so gut wie keine Kohlenhydrate enthält.

Formen der Low Carb Ernährung:

Die Reduzierung der Kohlenhydrate ist je nach Form unterschiedlich stark:

  • Die Atkins-Diät (kaum Kohlenhydrate, sehr fett- und eiweißreich)
  • Die Montignac-Methode (niedriger Glycämischen Index, keine Reduzierung der Kohlenhydrate, Fettanteil max. 30%).
  • Die South-Beach-Diät nach Arthur Agatston (niedriger Glycämischer Index, kohlenhydratarm, fettarm, eiweißreich).
  • Die Logi-Methode nach Nicolai Worm (eiweißreich, niedriger Glycämischer Index, viel Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Öle)

 

Was sagt die Wissenschaft zur Low Carb Ernährung?

Forscher und Wissenschaftler sind geteilter Meinung, was eine Low Carb Ernährung angeht. Es gibt eine Reihe von Vor- und Nachteilen, die Diskussionsmaterial für die Medien liefern.

Vorteile der Low Carb Ernährung:

  • Gewichtsverlust durch Freisetzung und Verbrennung freier Fettsäuren.
  • Konstanter Blutzuckerspiegel und dadurch weniger Heißhunger
  • Körper benötigt mehr Energie für Aufspaltung von Eiweiß als von Kohlenhydraten

Nachteile einer Low Carb Ernährung:

  • bei einer zu niedrigen Kohlenhydrataufnahme und ebenfalls zu wenig Proteinen kann es zu einer Unterzuckerung kommen = Heißhunger, Gereiztheit, …
  • viele Ketonkörper (bei extrem wenig Kohlenhydraten) können den Körper übersäuern
  • eiweiß- und fettreiche Lebensmittel können die Aufnahme von tierischen Fetten
    erhöhen, die viel gesättigte Fette und Cholesterin enthalten. Herz- Kreislauferkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen können somit begünstigt werden.

Erfahrungswerte belegen dennoch, dass eine Low Carb Ernährung durchaus für bestimmt Menschengruppen empfehlenswert ist. Eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsweise ist vor allem für Menschen geeignet, die Gewicht reduzieren möchte sowie für Bodybuilder und Kraftsportler, die vermehrt Muskelmasse aufbauen möchten und bestehende Muskeln vor einem Abbau schützen wollen.

Low Carb Produkte als Unterstützung zur Ernährungsumstellung

Die Reduzierung von schnellen Kohlenhydraten wie Haushaltszucker bedarf einer Ernährungsumstellung. Verschiedene Hersteller haben sich auf die Entwicklung von Produkten spezialisiert, die kohlenhydratreduziert, dafür aber eiweißreich und sättigend sind. So muss nicht auf beliebte Gerichte oder Süßes verzichtet werden. Ob Nudeln, Brot, Gummibärchen oder Pizza – inzwischen ist die Palette mit kohlenhydratreduzierten Lebensmitteln sehr groß.

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